
Durch die Corona-Beschränkungen konnten in der letzten Woche vor der Wahl nur noch eingeschränkt Treffen durchgeführt werden. Das ist bedauerlich, da es weiterhin großen Gesprächsbedarf gibt – aber es lässt sich nicht ändern. Mein Unterstützerteam und ich haben versucht, das Beste daraus zu machen. Durch die zeitliche Entzerrung der Bürgergespräche konnten wir jederzeit die Regeln einhalten. Vielen Dank für die gute Disziplin aller Beteiligten. Am Mittwoch gab es einen letzten Termin bei mir zuhause in Kosel, über den ich gern berichten möchte:
Wirtschaft fördern, Fachkräfte anlocken
Feuerschale und Glühwein, freier Himmel. Es wird frei heraus gefragt. Die Nieskyer sind perfekt vorbereitet. Einige kommen mit A4-Papieren voller Fragen. Vieles dreht sich an diesem Abend um Unternehmen und Wirtschaft und was die Stadt Niesky unterstützend leisten kann. Unternehmen bevorzugen vor allem Standorte mit klaren Entwicklungszielen und ausreichend Fachkräften. So entstehen Planungssicherheit und Freiräume für Unternehmen. Dem Fachkräftemangel wird bisher zu wenig mit konzertierten Aktionen begegnet. Ich möchte in Zukunft in Niesky eine Rückkehrerbörse durchführen, entweder in Verbindung mit einem Sportfest oder dem Stadtfest. Wir können von positiven Beispielen aus Bautzen, Zittau und Ebersbach-Neugersdorf sowie aus Görlitz lernen. Auch an der „Spätschicht“ sollte sich Niesky beteiligen. Das ist ein Abend der offenen Unternehmenstüren für die gesamte Familie. Seit einigen Jahren erfolgreich durchgeführt in Weißwasser, Zittau, Ebersbach-Neugersdorf und Görlitz. Einige Arbeitgeber und Ausbildungsstätten nehmen an den Oberlausitzer Karrieretagen und dem Insidertreff teil. Hier können wir noch stärker präsent sein und Aufwand und Nutzen durch einen gemeinsamen Auftritt verbessern.
Unternehmergeist für Niesky
Ebenfalls ein Thema ist das drohende Aus vieler Betriebe, weil Nachfolger fehlen. Nur wenige junge Menschen stehen zur Verfügung. Wir brauchen eine neue Lust aufs Unternehmertum, schon in der Schule sollte es Thema sein. Gründerwerkstätten etwa ließen sich in Kooperation mit Gründerzentren, Wirtschaftsjunioren und den Kammern anbieten. Dazu werde ich mit jungen unternehmerischen Köpfen Ideen entwickeln. Niesky soll wieder eine Stadt des Wirtschaftens und des Handelns werden.
Dicke Luft in Kosel
Detailliert beschäftigen wir uns in Kosel mit Fragen des Abwassers. Warum kommt es zu Geruchsbelästigung zu bestimmten Zeiten? Wunderbar, dass wir einen ehemaligen Mitarbeiter der Stadtwerke in unserem Kreis haben. Er erläutert uns Drucksysteme und diverse Leitungen. Mit dem nötigen technischen Hintergrundwissen lässt sich das Problem nun besser einordnen.
Einladung ins Grüne
Wie stehe ich zur Natur und zur Umwelt? Nachhaltige Bewirtschaftung von Ressourcen sind für mich seit langem eine Richtschnur im Handeln. Ob während meiner Tätigkeit im Entwicklungsdienst in den ehemaligen Sowjetrepubliken, bei der Sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt und auch in der Zukunftswerkstatt Lausitz. Eine Einladung zur Naturbeobachtung um die Alexanderteiche in Zedlig nehme ich gern an.
Danke, Niesky
Diese Einladung steht sinnbildlich für die Offenheit, die mir in den letzten Wochen in Niesky begegnet ist. Vielen Dank für die intensiven Gespräche, die Ideen und die Bereitschaft gemeinsam für die Stadt tätig zu sein. Ich habe erlebt, wie das Verbindende nach vorn gestellt wird. Das ist eine gute Basis, um in den kommenden Jahren voranzukommen. Ich bedanke mich aus ganzem Herzen und freue mich, wenn ich in den kommenden sieben Jahren die Zukunft von Niesky als OB gestalten darf. Davor ist mir nicht bange – ich weiß, sehr viele Nieskyer an meiner Seite. Um gemeinsam an der Zukunft zu arbeiten, brauchen wir am Sonntag ausreichend Stimmen. Deshalb bitte ich Sie wählen zu gehen und mir Ihr Vertrauen zu schenken.
Foto: André Schulze
Hinterlassen Sie einen Kommentar