Auch wenn am Sonntag OB-Wahl ist – ich interessiere mich vor allem für Inhalte und konkrete Themen. Gestern Abend habe ich gemeinsam mit den Wirtschaftsjunioren aus dem Landkreis Görlitz eine Online-Runde zur Eisenbahntestinfrastruktur in Europa durchgeführt. Torsten Just, Head of Testing Centre Alstom/Bombardier, berichtete uns aus der Praxis. Wichtige Frage: Welchen Beitrag kann ein Testzentrum für neue Arbeitsplätze leisten? Wie können von Schließung oder Kürzungen bedrohte Beschäftigte aus dem Kohlesektor eine neue Perspektive erlangen?

Blick nach NRW

Spannend war hier der Blick zu einem bestehenden Testzentrum in Nordrhein Westphalen. Die Anlage befindet sich in einer strukturschwachen Region nahe der holländischen Grenze und eröffnete 1997 mit 80 Mitarbeitern. Heute beschäftigt der Betrieb ca. 400 Leute. Sie arbeiten in unterschiedlichen Bereichen: Werksschutz, Controlling, Logistik oder Betriebsunterhaltung von Gebäuden sowie Gleis- und Außenanlagen. Tätig sind sie als Rangierer, Triebfahrzeugführer, Fahrzeugschlosser, Elektriker, Mechatroniker, kaufmännische Kraft etc. Auch das Umfeld partizipiert. Regelmäßig sind weitere 500 Angestellte von Fahrzeugherstellern, Lieferanten und Gutachtern gemporär im Testzentrum beschäftigt. Sie schlafen in Hotels und Pensionen, holen sich ihre Brötchen beim Bäcker, gehen in der Gastronomie essen, nutzen sportliche und kulturelle Angebote sowie Dienstleistungen. Da kommt einiges zusammen, was auch für Niesky und sein Umland interessant wäre. Aktuell sind

Information ist das A und O

Tetis kann eine Chance sein für Niesky. Gemeinsam mit den Bürgern müssen Pro und Contra bewertet werden. Für eine fundierte Entscheidung brauchen wir gut aufbereitete Informationen. Dies war der Aufschlag in kleiner Spezialistenrunde. Es folgen weitere Formate. Gern würde ich mit Interessierten auch eine bereits aktive Teststrecke besuchen. Man kann sich nur positionieren, wenn man weiß, worum es geht.

Randnotiz

Online-Konferenzen sind eine gute Alternative in schwieriger Zeit, um Veranstaltungen zumindest virtuell durchzuführen. Leider sind wir abhängig von der Technik. Gestern streikte die Zoom-Konferenz zunächst und wir mussten einen neuen Link versenden. Das führte dazu, dass einige Teilnehmer nicht mehr aufspringen konnten. Dafür bitte ich um Entschuldigung. Es wird weitere Angebote geben.